Mit seiner rechtlichen Freigabe im Jahre 1969 krachte es richtig live im Pornofilm, der nun aus echten Sexszenen bestand während früher lediglich Striptease Szenen oder FKK Szenen gezeigt wurden. Die sinnlichen 70er Jahre brachten zahlreiche erotische Filmwerke hervor, von denen die „Emanuelle“-Reihe sogar bis heute gefragt ist. Wirklich pornografisch fielen die Werke der Siebziger jedoch nur selten aus und kreierten einen ganz neuen Stil, der auch die Mode und Werbung beeinflusste. In den 70er Jahren professionalisierte sich das Pornogeschäft außerdem zunehmend und machte seine besten Darsteller zu echten Stars. In Deutschland brach nach einer längeren pornografischen Flaute schließlich Mitte der 70er Jahre dann ein echter Boom los, bei dem Pornofilme allerorts gezeigt werden.
Die achtziger Jahre leiteten schließlich das Ende des klassischen Pornos ein, der nun nicht mehr im Pornokino lief, sondern auf Video vertrieben wurde. Mit den zahlreichen Billigproduktionen lässt die pornografische Qualität stark nach und bekleckert die Billigpornos der Achtziger nicht gerade mit ästhetischem Ruhm. Auch aktuell durchlebt die Pornobranche mal wieder eine große Krise und meckert über sinkende Absätze auf DVD, was anhand mancher Filmtitel aber wenig verwundert. Die in Deutschland äußerst populäre Swingerszene dreht ihre Clips zudem längst selbst und präsentiert ihre erotischen Amateurvideos im geschlossenen Erotikportal. Die Kameras laufen dabei oft mit, wenn Amateure zur Sache kommen und bringen heiße Sexstreifen hervor, die dem Porno in seinem Schärfegrad selten in etwas nachstehen. Auch Frauen filmen sich dabei gern selbst und sonnen sich als echte Porngirls etwa vor der Solariumcam, während es ihnen richtig besorgt wird.