Anfänge des Pornofilms
Der Pornofilm, ein Produkt der modernen Filmkunst? Tatsächlich wurde der erste Pornofilm bereits 1895 in Frankreich gedreht, als die Brüder Lumiere erstmals zum erotischen Filmabend baten. Der seinerzeit bekannteste Pornofilm namens „Le Bain“ ist heute jedoch verschollen und mit ihm die erste Striptease Szene in der Welt des Filmes. Im Jahre 1907 folgte dann ein Werk namens „Le Voyeur“, welches den Striptease dann noch einmal filmisch aufgriff. Zur selben Zeit entdecken auch die Amerikaner den erotischen Film und drehten schließlich 1915 den ersten richtigen Pornofilm „A Grass Sandwich“ ab. Das Werk gilt als erster klassischer Pornofilm, da die erotischen Szenen durch eine Handlung verknüpft wurden und es so auf Spielfilmlänge brachten.
In den lockeren zwanziger und dreißiger Jahren boomte das Geschäft mit dem erotischen Pornofilm, was besonders auf die Filme der Europäer zutrifft, die bis Ende der 30er Jahre echte ästhetische Klassiker ablieferten. In den USA hingegen schlief der Pornofilm wieder etwas ein, da die Masse der Zuschauer sich nicht für die amateurhaften Werke zu begeistern wusste.
Aktuell, so scheint es, hat der Pornofilm mal wieder seine besten Zeiten hinter sich – die Branche spricht sogar selbst von einer Krise. Aufgeschlossene Privatamateure drehen ihre Streifen auch längst selbst und schauen lieber private Amateurvideos, als sich ein kommerzielles Werk auf DVD zu besorgen. Der Trend geht also wieder zum selbst gedrehten Clip, der heute online gestellt und in erotischen Communities auch anderen Mitgliedern gezeigt wird. Selbst Frauen nehmen dabei gern die Webcam zur Hand und werden als freche Porngirls zur Regisseurin oder Darstellerin im Privatporno.

